Es tut weh, im Herzen, im Kopf und in der Seele...
 
Ich merke wie mich etwas von Innen heraus auffrisst und bin absolut Machtlos dagegen. Wie ein Geschwür oder der Krebs der sich durch einen Körper frisst um alles was noch heil ist, zu verseuchen. 
Ein endloser Alptraum...
Als kleiner Junge träumte ich oft das ich falle - ein endloser fall, ich denke das jeder schon einmal so etwas träumte. Dieser endlose Fall gefolgt vom nichts...dieses Bild im Kopf erinnert mich ein wenig ans Leben.
Mein Alpraum hört mit dem Aufwachen nicht auf - er beginnt , Tag für Tag aufs neue. Ich erwache und Falle in unendliche tiefe Schluchten! Ich fühle mich so unangebracht hier, in diesem Dasein - in diesem Leben, mein Leben, dass vielleicht ganz anders hätte laufen müssen, sollen oder können...
Es ist als ob ich niemals hierher gehört hätte. Manchmal denke ich, dass dieses Leben niemals meines gewesen sein soll.  Es bietet mir rein gar nichts - keine Freuden mehr. Sich dagegen zu wehren schaffe ich nicht - denn ich habe keine Tränen mehr. All die Trauer die mich über die Zeiten hinweg begleitet hat, hat mich ausgesaugt...meine Tränen genommen.
Es gibt aber dennoch Menschen die ich schätze die mir wichtig geworden sind. Menschen ohne die ich nicht mehr wäre. Menschen, die bei meinem Gang von dieser Welt eine Grenze für mich überschritten und mich zurückholten - auf diese Seite. Die meisten Menschen sind ohnehin oberflächlich strukturiert. Ich kenne die meisten nicht und dies beruht auf Gegenseitigkeit...Im Grunde interessiert mich das einen Dreck. Die Menschheit ist mir egal. Wenn sie alle Verrecken würden, mich würde es einen scheiß Stören. Diese von Fremdeinflüssen geprägte Gesellschaft hat einen teil dazu beigetragen mich zu dem werden zu lassen, dass ich jetzt bin. Da diese humanuide Krankheit mich krank macht.
Es sind nicht mehr viele die mir geblieben sind, von den Menschen die ich von früher  kenne. Denn mit all der Zeit vergilbten Versprechungen, verschwanden geliebte Personen, verfaulten die Bänder mancher unzertrennlich scheinenden Gelübde. So fielen viele  Winter lang die eisigen Tränen auf uns herab und es verschwindet immer mehr im dunkel der Unendlichkeit. Es machten sich auch nicht viele die Mühe hinter meine nach außen gerichtete Barriere zu blicken.  Ich erwarte es auch nicht, da manche Pfade auferlegt wurden um sie alleine zu beschreiten...
Ich hasse das Leben und das was der Mensch daraus gemacht hat. Hier gehöre ich nicht Hin. Trotz meinem so grenzenlosen hass, meiner unendlichen Trauer, der schmerzen in meinem Kopf und der Risse in meinem Herzen war ich, bin ich und werde sein.  Als ob's mir auferlegt wurde in dieses Dasein immer und immer wieder zurückgeholt zu werden.  Manche Hände lassen einen niemals los - so schreite ich noch immer auf diesem gepeinigten wegen. 
Ich habe die langsam verbleichenden Bilder als Erinnerungen in meinem Kopf, so schmerzt mich jeder Blick in die Vergangenheit und ein jeder Blick in die Zukunft lässt mich erkalten, da ich sein werde, wenn keiner mehr ist. Es sind auch schöne Erinnerungen  durch die es schmerzhaft wird  - da ich weiß das all die Bilder in meinem Kopf auf ewig verblassen aber niemals ganz verschwinden werden. Und wenn ich es mir überlege und all die schönen Momente, von denen es in meiner existenz doch welche gab, Revue' passieren lasse, sind es genau diese die schmerzhaft sind. Beim versuch sie zu verdängen - sie  aus meinen Gedanken zu streichen schlage ich immer wieder aufs neue fehl. Es gibt jedoch immer wieder Momente an denen ich darüber nachdenken muss ob sich die schmerzen lohnen. Wenn die Sonne einen Schlitz durch die graue Wolkendecke reißt und ihre Strahlen meinen Körper lecken habe ich kurze Momente der Hoffnung. Ich erinnerte mich an Dinge die schon lange zurück liegen. Und sofort lebte ich in einer Traumwelt, aus der es schwer ist wieder aufzuwachen, da ich ein leben lang träumen würde, wenn mir süße Träume geschenkt würden. Mein ganzes leben ist ein Traum, ein Alptraum. 
Trümmerwelt! 
Frühlingserwachen, seltsames Gefühl - wenn selbst der Schnee der Sonne weichen muss. Jetzt, wo die magischen Jahreszeiten fliehen müssen fehlen mir die kalten Monate, der Schnee, das Eis und die damit verbundenen Gefühle. Die Kälte der Gedanken.
Stumpfsinn macht sich wieder breit. Jetzt kriechen sie aus jeder Ecke und "genießen" die Strahlen der Sonne. Und erfreuen sich an Nichtigkeiten, bewerfen sich gegenseitig mit unnötigen Höflichkeitsfloskeln, schenken sich Bedeutungslosigkeiten und erfreuen sich daran das eine macht sie leben lässt. Vergessen all die kleinen Dinge, die die meisten nicht mehr wahrnehmen, da ihre gedankenwelt sich auf stupide weiße um Dinge drehen, denen ich überdrüßig bin. Ich sehe Münder die reden doch nicht das geringste aussagen. Keiner von ihnen sieht, geschweige denn versteht die leisen, vorsichtig gedachten Äußerungen. Ich könnte kotzen vor Missachtung die ich ihnen allen entgegenbringen könnte, sollte. Man sollte jedem einzelnen ins Gesicht spucken und ihnen dann sagen wie sehr man sie hasst. Oh -  Menschheit, wie lange muss ich euch noch ertragen. Wie lange verpesstet ihr euch noch selber und vor allem mich, ihr macht mich krank. Nein, ihr seid die Krankheit! ...und doch bin ich zu sehr mensch um meine gedanken in die Tat umzusetzen, denn das ein oder andere liebe ich doch...
 
Das diese Welt ebenso wenig für mich gemacht wurde, wird mir klar als ich dann diese Gedanken verwerfe und erneut von mir selbst gepeinigt in den Spiegel blicke... hinter dem  Spiegel vergeht die Zeit im Sternensturm. Ganz leise gerfrieren Tänen zu kleinsten gläserenen Murmeln, die in Kindheitstagen die Fantasie zu beflüglen vermochten, doch sind diese Murmeln genau wie die Hoffnung im Nebel verschwunden....
 
Meine Launen sind am Nullpunkt angelangt. Ich kann nicht sagen was mich davon abhält meinen weg ganz normal weiter zu beschreiten. Es kann doch nicht sein das die gesamte Menschheit auf einmal aufgehört hat zu denken. Ich bin kurz davor der absoluten Ohnmacht zu verfallen - Die Farbenfinsternis setzt ein und ich sehe keine Farben mehr nur noch tot und das was früher war. ...
 
Abschließend möchte ich gerne sagen können, dass ich glücklich war - doch dies bleibt mir leider verwehrt. Zu sagen das ich ein leben lebte in dem ich ehrlich aus tiefstem herzen lachen konnte wäre eine lüge! Es gleicht alles einem Trümmerhaufen, wenn man glück hat findet man die richtigen Teile um sein Leben so zu bauen das man glücklich wird. Doch denke ich manchmal das ich nicht der Mensch dazu bin der glücklich und total zufrieden durch sein Leben stolpert. Wenn ich doch nur die Möglichkeit gehabt hätte in dieser Realität einen ort der zuflucht zu schaffen. Manche Momente, in denen ich zur ruhe gekommen bin, vermögen die Wage nicht im gleichgewicht zu halten.
 
What is reality...


Lasst mich allein..! Keiner von euch kennt mich - Ich möchte mein Lächeln nicht zurück.
Lasst mich schlafen, der Tot ist MEIN!
Sommer.
Die Sonne schmerzt auf meiner Haut, sie macht mich blind beim direkten blick ins Licht. Beim Gedanken an die Mehrheit, die sich heute lachend in die menge stürzt, wird mir schlecht! Wie sehne ich mir den Winter herbei. Wenn die Luft wieder so klar wird, dass sie beim Einatmen schmerzt und die stille zu grau wird - mir die verblassenden Bilder vor Augen geführt werden und alles weiß in weiß einem Ort gleicht der meiner Verzweiflung nahe kommt, wird es zeit wieder einen  Hauch von Leben zu riskieren.  
Doch ist es noch nicht so weit...verweilend, sehe ich zu wie alles an mir vorüberzieht, mich nichts berührt, alles einem Traum gleicht und ich mich erhebe um zu sagen, dass auch diese Zeit ein Ende findet!
 
Wintersturm: Einsam, von allem je geliebtem verlassen, sitze ich inmitten der stille.  Kopf auf meine Hände gestützt. Ganz klar wird mir als ich feststelle das meine Zeit gekommen ist und die Versuchung bitter und süß zu gleich ist! So erhebe ich mich um meiner Hülle, die ihr irdisches Dasein leidet, zu befreien... Und ein weiteres mal scheitere ich...
 
Es fällt mir schwer meine Gedanken zu beschreiben, in Worte zu fassen. Es dämmert in mir, wie auch auf den schneebedeckten weiten...ganz traurig steht der Wald, als wolle er sich über seine Qualen beschweren - doch er erduldet sein Schicksal, resigniert und erstreckt sich in voller Schönheit, der Nacht entgegen! Wie auch ich erdulde und resigniere. Irgendwann werde ich stark genug sein um mich der unsagbaren Schönheit der Nacht zu entreißen... Da mir schnell klar werden würde - und auch wird, das der Tag anbrechen und die Magie davon tragen wird.  Als auch diese Nacht ein Ende findet, dazu gezwungen wird zu entschwinden, ziehe auch ich von dannen - über die schneebedeckten Wiesen. Und wieder macht sich dieses Gefühl in mir breit, das verlangen nach der Nacht ohne Morgen. 
 
Der Tod ist das Leben unserer schwachen Existenz. 
 - und im Endeffekt beschwört ein jeder von uns sein eigenes Ende herauf - 
 
Mein starrer blick richtet sich gen Himmel, grau in grau - trist.  Es kommt meinem momentanen empfinden gleich. So schweifen meine Gedanken ab, ich träumte ewigen Winter. In diesem Augenblick gehen mir Abertausende Gedanken durch den Kopf... der Wunsch einer der Raben zu sein, die am Waldesrand nach Nahrung suchend den abschied krähen... der Wunsch mit dem nächsten Windstoß in die so unendlich scheinenden Schneelandschaften gerissen zu werden... der Wunsch einer von den Blizzards zu sein, die Unerbitterlich herniedergehen... unsagbarer Schmerz und unerdenkliches Leid reißen mich wieder fort, auf den Pfad meiner Einsamkeit. Und so merke ich das etwas vor langer Zeit für immer gestorben ist....
 
Für immer gegangen vom Nebel verschluckt und nicht wieder geboren...
Auch an manchen Tagen, an denen es den schein hat, dass alles ohnehin nichtig ist - bleibt das Gefühl der endlosen Trauer, des Hasses und der Verzweiflung erhalten. 
Zu Boden geworfen, errungen von meinen eigenen Gedanken komme ich zu dem Schluss, dass nicht der Tod die unendliche lüge ist, sondern das Leben!
Rückblickend würde ich sagen, dass mein Wunsch nach ewigem Winter statt gegeben wurde.  
 
Das dieser auf Ewig zu scheinende Winter tief in meinem inneren herrscht, ist mir klarer als je zuvor. Diese Eiseskälte, die meine Lebenssäfte  einfrieren Lässt breitet sich in meinem Körper aus, vereist meine Gedanken meine Gefühle und Handeln. Ich merke wie es über mich kommt, über den Rücken - auf meine Arme, bis hin zu meinen Händen, in denen ich früher das Leben hielt, was man Leben nennen kann/konnte.
 
Mein Herz fühlt sich bitter, beim Gedanken daran, zu resignieren. Mit Tränen in den Augen stehe ich nun Hier und weine leise vor mich hin. Es wird niemandem Auffallen, da ich kaum mehr existent bin. Meine Worte drohen zu verblassen, und über meinen Taten liegt ein bedrohlicher Schatten der sich langsam aber sicher in Sand verwandelt und vom Wind der Zeit hinfort getragen wird. Und irgendwo auf dieser Welt findet er dann ruhe...
Meine Zeit ist bald gekommen...
 
wenn sich die klingen im neonlicht blitzend an der decke wiederspiegeln, empfinde ich so etwas, dass jemand fühlen sollte der nach einer langen reiße nach hause zurückkehrt. Fasst schon euphorisch. Sie erfüllt mich mit dem wissen, dass ich bald feststelle das ich noch empfinde... 
ein einschnitt folgt den einschnitten - und merke dabei das der schmerz in meinem kopf für den Moment schwächer zu beißen scheint.
das Gefühl, stahl trennt Lebensteppiche auf, beginnt eine gewisse zuflucht zu entwickeln.  Da vor allem der Tod diese erneut zuwebt und das vernarbte Gewebe zu berichten weiß, dass alles ein Ende hat und die Zeit alle Wunden heilt.
 
Musik schenkt mir zeit...
 
WinterSturm
 
 
Auszug aus den lyrischen ergrüssen Meiner dunkelsten Stunden. Als Entstehungszeitraum würde ich das Jahr 2000  - X in Erwegung zeihen.